INFORMATIONEN ZUR GTS

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GTS – VON DER IDEE ZUR ANERKANNTEN GEMEINSCHAFT

Das Thermische Spritzen ist in der Reihe der Oberflächenbeschichtungstechniken das Verfahren mit den vielfältigsten Einsatzmöglichkeiten und daher in allen Bereichen von Industrie und Handwerk anzutreffen. Die Anwender des Thermischen Spritzens teilen sich in 3 Gruppen:
  1. Eigenanfertigung: die Anwender veredeln ihre Erzeugnisse durch Thermisches Spritzen im eigenen Haus
  2. Dienstleistungsunternehmen: Betriebe bieten das Thermische Spritzen im Lohn an. Sie wenden dabei meist ein bzw. zwei Verfahrensbereiche aber oft auch mehrere Verfahren an.
  3. Forschung und Entwicklung der Industrie selbst oder in Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen: Diese Gruppe steht, was die Zahl der in Betrieb befindlichen Spritzanlagen betrifft, an dritter Stelle.

Die Interessen dieser 3 Anwendergruppen des Thermischen Spritzens sind naturgemäß sehr unterschiedlich. Es bot sich daher geradezu an, die unterschiedlichen Betriebe, Firmen und Institute mit der Gründung einer Interessengemeinschaft zur Förderung des Thermischen Spritzens zu gemeinsamen Aktivitäten zusammenzuführen. Führende Vertreter dieses expandierenden Industriezweiges trafen sich zu Sondierungsgesprächen und gründeten die Gemeinschaft Thermisches Spritzen e.V. (GTS). Diese Interessengemeinschaft sollte ein langfristiges Bestehen ihrer einzelnen Mitglieder mit dem Thermischen Spritzen auf dem harten und sehr wettbewerbsträchtigen Markt der Oberflächentechnik sichern.

 

ZIELE DER GTS

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  Die Gemeinschaft Thermisches Spritzen (GTS) e.V. wurde am 22. Oktober 1992 von 13 Firmen nach engagierter und intensiver Vorarbeit gegründet.

Das symbolische Zeichen der GTS wurde entworfen und geschützt. Die GTS ist eine Vereinigung, die allen Anwendern und Förderern des Thermischen Spritzens mit dem europäischen Gedanken offen steht. Vorrangige Ziele der Gründer der GTS waren dabei, die Technik des Thermischen Spritzens einer breiten industriellen Öffentlichkeit bekannt zu machen, das Thermische Spritzen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verband für Schweißtechnik (DVS) e.V. in Praxis und Forschung zu fördern, und schließlich allen ihren Mitgliedern Hilfen bei der industriellen Vermarktung dieser Technik zu vermitteln. Ein gemeinschaftliches Auftreten der GTS soll die marktpolitischen Interessen ihrer Mitglieder vertreten und nötigenfalls durchsetzen. Vorrangig sind dabei immer die hohe Qualität der Beschichtungen und eine entsprechende Qualitätssicherung.

Von Anfang an war klar, dass die Sicherung eines hohen Niveaus der Thermischen Spritztechnik nicht allein mit einer allgemeinen Zertifizierung der Mitgliedsfirmen durch staatliche oder staatlich akkreditierte Institutionen im Sinne der DIN EN ISO 9000ff erfolgreich sein konnte. Es wurde deshalb ein GTS-Zertifikat gestützt auf ein umfassendes Regelwerk geschaffen:

   
 
GTS-Papier Titel Beschreibung
GTSPA001 GTS-Vereinssatzung Grundlage des Vereins
GTSPA002 GTS-Zertifikatsrichtlinie Es wird beschrieben, was ein GTS-Mitglied bei der Zertifizierung erfüllen muss
GTSPA003 GTS-Qualitätsmanagement-Richtlinie Hier wird beschrieben, was die GTS unter Qualitätssicherung versteht
GTSPA004 GTS-Antragsbogen Der GTS-Mitgliedsbetrieb stellt sich allgemein dar, um die Freigabe zur Zertifizierung zu erhalten
GTSPA006 GTS-QS-Bewertungsbogen Dies ist die Checkliste für das GTS-Mitglied, um die Voraussetzungen für die Zertifizierung zu schaffen
GTSPA007 GTS-Durchführungs-bestimmungen Die Verpflichtungen des Mitglieds werden beschrieben
GTSPA009 GTS-Zertifikatssurkunde Sichtbares Zeichen des GTS-Zertifikats
GTSPA010 GTS-Merkblatt zur Zertifikatsprüfung Der Ablauf der Zertifizierung aus der Sicht der unabhängigen Prüfstelle GTSPA011 GTS-Zertifizierungs-Kostenliste; Kosten der Zertifizierung seitens der
GTSPA011 GTS-Zertifizierungs-Kostenliste – intern Kosten der Zertifizierung seitens der GTS
GTSPA012 GTS-Zertifizierungs-Kostenliste – extern Kosten der Zertifizierung seitens der unabhängigen Zertifizierungsstelle
GTSPA013 GTS-QM-Prüfung des Betriebes Ablauf der Personenprüfung, Verfahrensprüfung und ggf. Produktprüfung
GTSPA014 GTS Multiple-Choice-Fragen-katalog und Lernsoftware GTSExam Fragenkatalog (Multiple-Choice) für die Personenprüfung GTS-Aufsichtsperson und GTS-Qualifizierter Spritzer
GTSPA015 GTS-Prüfstück GTS-001 Flächiges Prüfstück für manuelles und mechanisches Spritzen
GTSPA016 GTS-Prüfstück GTS-002 Rotationssymmetrisches Prüfstück für manuelles und mechanisches Spritzen
GTSPA017 GTS-Mitgliedsbeiträge Beiträge, Umlagen und Verwaltungsgebühren der GTS
GTSPA018 GTS-Aufnahmeantrag Antragsformular zur Aufnahme in die GTS e.V. für neue Mitglieder
GTSPA019 GTS-Produktzertifizierung Ablauf der Produktzertifzierung
GTSPA020 GTS-Schichtzertifizierung Ablauf der Schichtzertifzierung
GTSPA021 GTS-Zertifizierungsordnung Es wird der Ablauf der Zertifizierung von der Beantragung bis zum Re-Audit und die Fristen dafür beschrieben
GTSPA022 Gesetzliche Vorschriften Wichtige gesetzliche Vorschriften für Betreiber Thermischer Spritzanlagen
GTSPA023 GTS Explosionsschutzdokument Mustervorlage eines Explosionsschutzdokuments nach § 6 BetrSichV für Thermische Spritzanlagen
GTSPA024 GTS-Checkliste zur GTS-Zertifizierung Checkliste für GTS-Mitglieder zur Vorbereitung der GTS-Zertifizierung
GTSPA025 Empfehlungen zur Gestaltung einer Kabine zum thermischen Spritzen Übersetzung des Dokuments SG003-03 „Thermal Spray Booth Design Guidelines“ des ASM International Thermal Spray Society Safety Committee mit Anpassungen an regionale Vorgaben.
GTSPA026 GTS-Arbeitsabläufe Zeigt die internen Arbeitsabläufe der GTS von der Aufnahme eines Mitglieds bis hin zur Zertifizierung einschließlich Zwischen- und Re-Audits
GTSPA031 Mitgliederverzeichnis Adressen und Ansprechpartner der GTS-Mitgliedsfirmen
 

Stand: Juli 2014

Die Grundlage des Vereins ist die Vereinssatzung (GTSPA001). Die "GTS-Qualitätsmanagement-Richtlinie" (GTSPA003) beschreibt, was die GTS unter Qualitätssicherung versteht. 25 GTS-Papiere sind z.Z. definiert und eingeführt. Sie garantieren den geregelten Vereinsbetrieb einschließlich der Zertifizierungsprozeduren für die Mitglieder.

Durch diese zusätzlichen Anforderungen an den Betrieb und seine Produkte im Bereich des Thermischen Spritzens heben sich die zertifizierten GTS- Mitglieder vom allgemeinen Zertifizierungslevel eindeutig ab. Dabei werden immer die am Markt anzufindenden Betriebsstrukturen der Anwender des Thermischen Spritzens berücksichtigt, die vorwiegend der klein- und mittelständischen Industrie zugeordnet werden. Alle Maßnahmen der GTS müssen mit einem vertretbaren Kostenaufwand für die Mitglieder erfolgen. Ein reelles Verhältnis Kosten - Nutzen ist somit oberstes Gebot.

Die Idee der GTS wird derzeit von einer breiten Basis europäischer Firmen und Instituten getragen, was die hohe Substanz dieser Idee und die großen Perspektiven der Gemeinschaft bestätigt.

 

ORGANISATION DER GTS

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Die Führungsmannschaft der GTS

Die Vereinsabläufe der GTS werden geregelt durch die gültige GTS-Satzung und weitere ergänzende GTS-spezifische Papiere. Die einzelnen Mitglieder bestimmen die Richtung und Vorgehensweise der GTS über die jährlich stattfindende Mitgliederversammlung. Der dort gewählte Vorstand vertritt die GTS nach Außen.

 

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Der fünfköpfige Vorstand der GTS wird von den Mitgliedern auf 2 Jahre gewählt. Ebenfalls zum Vorstand gehört der Obmann des Qualitätsausschusses. Der Qualitätsausschuss ist verantwortlich für die satzungsgemäße Erstellung des Regelwerkes der GTS-Zertifizierung und überwacht außerdem die Durchführung der Zertifizierung. Das umfangreiche Regelwerk wurde vom hoch motivierten Qualitätsausschuss in einer erstaunlich kurzen Zeit von weniger als 30 Monaten geschaffen. Dem Qualitätsausschuss gehören neben der GTS-Vorstandsschaft mindestens 5 GTS-Mitglieder und ein Vertreter einer unabhängigen Zertifizierungsstelle (z.Z. SLV München, NL der GSI mbH) an.

Diese unabhängige Zertifizierungsstelle ist unbedingt nötig, um zu gewährleisten, dass die aufgestellten Regeln und Abläufe eingehalten werden und so die Souveränität der GTS gewahrt bleibt.

Dem GTS-Vorstand steht ein GTS-Beirat, bestehend aus hochrangigen Vertretern des Thermischen Spritzens aus Industrie und Forschung, beratend zur Seite.

 

DAS GTS-ZERTIFIKAT

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gts9704a.gif (8423 Byte)Die bekannten Qualitätsmanagementsysteme (QM-Systeme), z.B. nach DIN EN ISO 9000ff, sind weltweit anerkannt und von der Industrie bereits umfangreich eingeführt. Eine lückenlose Einführung eines QM-Systems wird gerade von der Industrie auch immer mehr gefordert. Das umfangreiche QM-System der DIN EN ISO 9000 ff hat beispielsweise 20 Elemente, auf die bei der Zertifizierung eingegangen werden muss. Es macht damit betriebliche Abläufe transparent und über eine umfangreiche Dokumentation nachvollziehbar. Die DIN EN ISO 9000 ff geht aber nicht auf verfahrens- und produktspezifische Belange der Industrie oder einzelner Branchen ein.

DIN EN ISO 9000ff und GTS-Zertifikat
– Ein grundsätzlicher Unterschied

Dieses allgemeine Qualitätsmanagementsystem war den
Gründern der GTS zu wenig, um sich auf dem Markt erfolgreich
behaupten zu können. Deren Idee ist es, dass sich die Mitglieder der GTS durch einen definierten und überprüfbaren Qualitätsstandard der hochwertigen Produkte des Thermischen Spritzens hervorheben.

Wie ist dies unter Wettbewerbern, die am Markt unter strengsten marktpolitischen Aspekten agieren müssen, möglich? Welche Maßnahmen oder Regularien der GTS lassen die Mitglieder bezüglich der Überprüfung des Qualitätsstandards untereinander bestehen, ohne dass sie beeinträchtigt oder gar behindert werden. Berührungsängste bestehen aus verständlichen Gründen immer, wenn ein möglicher Know-how-Transfer zum Wettbewerber, z.B. über eine Überprüfung, bestehen kann. Die Ersteller der Regeln der GTS-Zertifizierung mussten streng darauf achten, dass keine Verwässerung des Qualitätsniveaus stattfindet oder gar ein zu freizügiges Vorgehen bei der Vergabe des Qualitätszertifikats für die Mitglieder der Interessengemeinschaft aufkommen kann.

Die drei "S" – Solidarität, Seriosität und Stand der Technik – machen die GTS stark und sind Voraussetzung für jegliches Tun im Rahmen des Vereins. Hier liegt der Schlüssel des Erfolges der GTS zum heutigen Zeitpunkt.

Das Gebäude der GTS-Zertifizierung

Das Prinzip der GTS-Zertifizierung lässt sich anschaulich am Aufbau eines Gebäudes vom Fundament bis zur fertig eingerichteten Wohnung darstellen.

Bereits vorhandene Normen, Richtlinien und Merkblätter des Thermischen Spritzens bilden das starke Fundament der GTS-Zertifizierung.

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Regelwerke und Vorschriften des Thermischen Spritzens bilden das starke Fundament der GTS

Selbstverständlich muss bei der GTS-Zertifizierung ein funktionierendes QM-System vorhanden sein. Das GTS-Regelwerk schreibt vor, dass einige QM-Elemente angelehnt an die DIN EN ISO 9001 bei der Zertifizierung vollständig geprüft werden. Diese Elemente bilden die stabilen Mauern des GTS-Gebäudes. Im Einzelnen sind dies:

  • Die Verantwortung der Geschäftsleitung
  • die Vertragsprüfung
  • die Steuerung der Unterlagen
  • die vom Auftraggeber beigestellten Produkte
  • die Kennzeichnung
  • die Prozesslenkung
  • die Prüfungen
  • die Prüfmittelüberwachung
  • die Steuerung fehlerhafter Produkte
  • die Korrekturmaßnahmen
  • die Qualitätsaufzeichnungen
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Stabile Mauer erhält das Gebäude der GTS durch Teile der DIN EN ISO 9000ff

– ein reduziertes, dem Thermischen Spritzen angepasstes QM-Handbuch

Das GTS-QM-Musterhandbuch, welches den Belangen des Thermisches Spritzen angepasst wurde und jedem Mitglied in Schriftform oder wunschweise als Datei zur Verfügung steht, gibt enorme Hilfestellung bei der Erstellung des vorgeschriebenen betriebsspezifischen GTS-QM-Handbuches.

Hierbei muss auf die restlichen Elemente schriftlich eingegangen werden, geprüft werden diese aber nur auf Konformität. Im Einzelnen sind dies:

  • das Qualitätssicherungssystem
  • die Konstruktionslenkung
  • die Beschaffung
  • der Prüfzustand
  • Handhabung, Lagerung, Verpackung und Versand
  • die internen Qualitätsaudits
  • die Schulung
  • der Kundendienst
  • die statistische Methode

Sind einzelne Elemente in dem zu zertifizierenden GTS-Mitgliedsbetrieb nicht vorhanden, so ist dies im QM-Handbuch zu vermerken.

Nr. Qualitätssicherung-Nachweisstufe nach DIN EN ISO 9001 9001 GTS
1 Verantwortung der Geschäftsleitung x x 1
2 Qualitätssicherungssystem x o  
3 Vertragsprüfung x x 2
4 Konstruktionslenkung x o  
5 Steuerung der Unterlagen x x 3
6 Beschaffung x o  
7 Vom Auftraggeber beigestellte Produkte x x 4
8 Kennzeichnung x x 5
9 Prozesslenkung x x 6
10 Prüfungen x x 7
11 Prüfmittelüberwachung x x 8
12 Prüfzustand x o  
13 Steuerung fehlerhafter Produkte x x 9
14 Korrekturmaßnahmen x x 10
15 Handhabung, Lagerung, Verpackung, Versand x o  
16 Qualitätsaufzeichnungen x x 11
17 Interne Qualitätsaudits x o  
18 Schulung x o  
19 Kundendienst x o  
20 Statistische Methoden x o  


Das verfahrens-, personen- und produktbezogene Zertifikat

Herzstück der GTS-Zertifizierung ist das weltweit erste verfahrens-, personen- und produktbezogenen Zertifikat für das Thermische Spritzen. Mit ihm heben sich GTS-Mitglieder entscheidend vom herkömmlichen Zertifizierungslevel ab.

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GTS-Mitgliedschaft
– Personenprüfung
– Verfahrensprüfung
– ggf. Produktprüfung

Die Kontrolle der Qualität des Produktes kann wettbewerbsneutral – ohne dass ein Know-how-Tranfer stattfindet – nur über die Prüfung und Überwachung von Maßnahmen erfolgen, die auf die Herstellung des Produktes Einfluss nehmen. Dies ist für die GTS:

  • Die Personenprüfung:
    Das Personal des Thermischen Spritzbetriebes muss einen definierten Ausbildungsstandard bzw. Kenntnisstand haben, der dem heutigen Stand der nationalen oder internationalen Regelwerke entspricht und der geprüft wird.
  • Die Verfahrensprüfung:
    Für die technische Seite der Spritzverfahren, also für die vorhandenen Spritzgeräte und Einrichtungen, muss der Nachweis erbracht werden, dass damit reproduzierbar beschichtet werden kann. Dafür sind definierte Prüfkörper zu beschichten.

Das GTS-Mitglied hat zusätzlich die Möglichkeit, sein spezielles Produkt über eine freiwillige Produktprüfung zertifizieren zu lassen. Das GTS-Mitglied oder dessen Kunde gibt hier selbst den Qualitätsstandard vor. Dabei werden der GTS oder der unabhängigen Zertifizierungsstelle keine Spritzparameter bekannt gegeben.

Beispielsweise läuft dies wie folgt ab:

Es soll eine Turbinenschaufel aus Titan mittels Vakuumplasmaspritzen mit Yttrium-stabilisierten Zirkonoxid beschichtet werden, ohne dass eine anschließende mechanische Nachbehandlung stattfindet. Dabei werden auch Referenzproben beschichtet. Der Spritzbetrieb gibt nun seine Qualitätskriterien vor, die von der unabhängigen Zertifizierungsstelle überprüft werden. Dies könnten z.B. die Oberflächenrauhigkeit, die Schichtdicke, die Haftzugfestigkeit nach DIN EN ISO 582 und die Porosität der Schicht sein. Die Ergebnisse sind nur dem Auftraggeber und der unabhängigen Zertifizierungsstelle bekannt. Kommt die unabhängige Zertifizierungsstelle zu dem Ergebnis, dass der Betrieb die gewünschte Qualität reproduzierbar spritzen kann, wir das GTS-Zertifikat für das von ihm benannte Produkt erteilt.

Der Betrieb hat hierdurch die Möglichkeit, mit den besonderen Eigenschaften seines Produktes zu werben, wobei diese Eigenschaften von einer neutralen Prüfstelle ermittelt wurden. Ein Know-how-Transfer ist auf diese Weise ausgeschlossen.

Das GTS-Zertifikat – Garant für hohe Qualitätsansprüche

Nach bestandener GTS-Betriebsprüfung und dem Erhalt der GTS-Zertifizierung hat der Träger dieses Zertifikats ein dem Thermischen Spritzen angepasstes QM-System.

Durch die enge und gute Zusammenarbeit mit dem DVS Zert e.V. ermöglicht die GTS ihren Mitgliedern auf Wunsch eine zusätzliche Zertifizierung nach DIN EN ISO 9000 ff, die in der Kombination mit der GTS-Zertifizierung vergleichsweise zeit- und kostengünstig ist.

Damit macht das GTS-Mitglied das GTS-Gebäude komplett, das eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9000ff mit zusätzlichen spezifischen Komponenten des Thermischen Spritzens beinhaltet.

Das GTS-Haus 4
GTS-Mitgliedschaft
und
Zertifizierung nach
DIN EN ISO 9000ff

Die GTS verpflichtet ihre Mitglieder zur Sicherung der Qualität des Thermischen Spritzens gemäß der GTS-Qualitätsmanagement-Richtlinie. Die Einhaltung dieser Anforderungen erfolgt bei den zertifizierten GTS-Mitgliedern durch Eigenüberwachung und mittels einer periodisch alle 3 Jahre von einer unabhängigen Institution durchgeführten Überprüfung. Zwischenaudits bei den Mitgliedern sind zusätzlich jederzeit möglich.

Ablauf zum Erlangen des GTS-Zertifikats

Ablaufplan GTS-Zertifikat

Wettbewerbsvorteile durch das GTS-Zertifikat

Die erfolgreiche GTS-Betriebsprüfung nach einem für das Thermische Spritzen spezifizierten Qualitätssicherungssystem berechtigt die GTS-Mitglieder zum Tragen und Verwenden des GTS-Zertifikats im Markt.

Umfang der GTS-Betriebsprüfung

Umfang der GTS-Betriebsprüfung

Als Beispiele für die Vorteile, die sich für den GTS-Zertifikats-Träger ergeben, seien hier nur die Stichworte "Marktabsicherungszeichen" und "Werbewirksamkeit" genannt. Das Tragen des GTS-Zertifikats gibt einen Hinweis auf das Niveau des Spritzbetriebes. Die GTS-Zertifizierung ist seit dem letzten Drittel des Jahres 1995 freigegeben. Die ersten GTS-Mitglieder haben das GTS-Zertifikat nach bestandener GTS-Betriebsprüfung bereits erhalten. Erste Auftraggeber fordern für die Vergabe von Thermischen Spritzarbeiten bereits den Besitz des GTS-Zertifikats als Grundlage für die gewünschte Qualität.

Für alle GTS-Mitglieder aus Industrie und Handwerk, die durch Thermisches Spritzen Fertigteile oder Halbzeug beschichten, wird das GTS-Zertifikat in Kürze Grundlage für das Erhalten von Aufträgen auf hohem Qualitätsniveau sein.

 

SERVICE UND VORTEILE FÜR GTS-MITGLIEDER

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Die GTS fördert den Informationsfluss über das Thermische Spritzen und unterstützt den Erfahrungsaustausch unter ihren Mitgliedern

  • Eine ca. ½-jährlich erscheinende Zeitschrift – der „GTS-Strahl“ – informiert die Mitglieder kostenlos über Neuigkeiten der Thermischen Spritztechnik. Vorstand und Geschäftsstelle berichten über die Aktivitäten des Vereins und über den Stand der Zertifizierungen, Mitglieder schildern ihre Erfahrungen.
  • Regelmäßige Rundschreiben der GTS-Geschäftsstelle informieren die Mitglieder über interne Vereinsangelegenheiten (Mitgliederversammlungen, Beschlüsse, usw.) sowie neue und geänderte Vorschriften und Normen.
  • Die GTS führt Informationsveranstaltungen durch und beteiligt sich an Fachmessen und Konferenzen auf dem Gebiet des Thermischen Spritzens.
  • GTS-Mitglieder werden außerdem über neu erteilte Patente des Thermischen Spritzens in Kurzform informiert und erhalten auf Wunsch die komplette Patentschrift.

Mitwirken an Gesetzgebung und Normung

Mitglieder der GTS sind aktiv beteiligt an der Erstellung von Normen, Richtlinien und Merkblättern für das Thermische Spritzen. Damit ist gewährleistet, dass auch die Belange besonders der klein- und mittelständischen Thermischen Spritzindustrie in die aktuelle Normung und Gesetzgebung Eingang finden.

Auf besonderen Wunsch der Mitglieder, konnte es der Vorstand der GTS verwirklichen, alle Normen, Richtlinien und Merkblätter des Thermischen Spritzens kostengünstig zur Verfügung zu stellen. Über einen Änderungsdienst werden diese Informationen auf dem aktuellen Stand gehalten.

Gemeinsam zum Ziel

Durch gemeinsames Auftreten ist es der GTS gelungen, national wie international den nötigen Einfluss zu bekommen, um dem Thermischen Spritzen auch gegenüber dem Gesetzgeber den ihm zustehenden Stellenwert bei der Erstellung von Vorschriften oder Gesetzen zu geben.

Die Gemeinschaft Thermisches Spritzen e.V. ist eine relativ junge Interessengemeinschaft, die es in kurzer Zeit geschafft hat, im Markt anerkannt zu sein. Sie ist dadurch imstande, die Ideen des Thermischen Spritzens wirksam zu vertreten. Möglich ist dies nur, weil die Vision der GTS von allen Mitgliedern getragen und nach außen vertreten wird.

 

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